Integrative Arbeitsweise – Methoden passend zu Dir und Deinem Anliegen

Nicht eine Methode für alles, sondern unterschiedliche therapeutische Zugänge, die sich an Dir, Deinem Anliegen und dem orientieren, was für Dich hilfreich ist.

Unterschiedliche Themen brauchen unterschiedliche Zugänge

Menschen kommen mit sehr unterschiedlichen Anliegen in Therapie.

Vielleicht weißt Du ziemlich genau, was Dich belastet, kommst aber trotzdem immer wieder an denselben Punkt.

Vielleicht verstehst Du längst, woher ein Muster kommt – und merkst, dass dieses Verstehen allein noch nichts verändert.

Vielleicht fällt es Dir schwer, überhaupt zu benennen, was in Dir passiert.

Oder Du merkst:

Ich weiß eigentlich, was ich tun müsste – aber im entscheidenden Moment läuft trotzdem wieder das Alte ab.

Genau deshalb arbeite ich nicht nach dem Prinzip:

Eine Methode muss für alles passen.

Je nach Anliegen kann es sinnvoll sein, zunächst zu verstehen.

Manchmal braucht es konkrete Veränderung im Alltag.

Manchmal geht es stärker um Beziehungen und wiederkehrende Rollen.

Und manchmal wirken Erfahrungen nach, bei denen reines Sprechen und Verstehen allein nicht ausreichen.

Meine Arbeitsweise ist deshalb integrativ.

Das bedeutet nicht, möglichst viele Methoden gleichzeitig einzusetzen.

Es bedeutet, unterschiedliche therapeutische Zugänge miteinander verbinden zu können und danach zu schauen, was Dein aktuelles Anliegen tatsächlich braucht.

Nicht die Methode steht im Mittelpunkt – sondern die Frage, was Dir hilft, etwas zu verstehen, zu verarbeiten oder tatsächlich zu verändern.

Gesprächspsychotherapie – verstehen, was in Dir geschieht

Ein wichtiger Teil meiner Arbeit orientiert sich an der Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers.

Dabei geht es um mehr als darum, einfach über Probleme zu sprechen.

Im Gespräch kann deutlicher werden,

was Dich eigentlich bewegt,

welche Gefühle hinter bestimmten Reaktionen stehen,

wo innere Widersprüche entstehen

und was Du vielleicht schon lange spürst, aber bisher nur schwer in Worte fassen konntest.

Gerade wenn Du viel analysierst oder Dich stark daran orientierst, was vernünftig sein müsste, kann es hilfreich sein, Deinem eigenen Erleben wieder mehr Raum zu geben.

Ein therapeutisches Gespräch kann dabei helfen, Dich selbst genauer wahrzunehmen und Zusammenhänge zu verstehen, die im Alltag leicht untergehen.

Verstehen ist für mich dabei kein Selbstzweck.

Es schafft eine Grundlage dafür, anschließend auch etwas verändern zu können.

Verhaltenstherapeutische Ansätze – verstehen, was ein Problem aufrechterhält

Verhaltenstherapeutische Methoden richten den Blick stärker darauf, was in konkreten Situationen passiert und wodurch Schwierigkeiten immer wieder aufrechterhalten werden.

Dabei kann es beispielsweise darum gehen:

Was löst eine bestimmte Reaktion aus?

Welche Gedanken entstehen?

Welche Gefühle und körperlichen Reaktionen folgen?

Wie verhältst Du Dich daraufhin?

Und was bewirkt dieses Verhalten kurzfristig und langfristig?

Manche Strategien funktionieren nämlich zunächst sehr gut.

Vermeidung kann Angst kurzfristig reduzieren.

Perfektionismus kann Sicherheit vermitteln.

People Pleasing kann Konflikte verhindern.

Kontrolle kann das Gefühl geben, vorbereitet zu sein.

Das Problem entsteht oft erst dadurch, dass diese Strategien langfristig den eigenen Handlungsspielraum immer weiter einschränken.

Je nach Anliegen kann es deshalb auch darum gehen, neues Verhalten gezielt auszuprobieren und einzuüben.

Zum Beispiel:

Grenzen anders setzen.

Schwierige Situationen schrittweise aufsuchen.

Vermeidungsverhalten verändern.

Unsicherheit aushalten.

Oder neue Reaktionen ausprobieren, obwohl das zunächst ungewohnt ist.

So entsteht Veränderung nicht nur im Gespräch, sondern zunehmend auch durch neue Erfahrungen im eigenen Alltag.

Systemische Arbeit – Zusammenhänge sichtbar machen

Manche Schwierigkeiten lassen sich nicht gut verstehen, wenn man nur auf eine einzelne Person schaut.

Wir leben in Beziehungen, Familien, Teams, Partnerschaften und anderen sozialen Systemen.

Dort entwickeln sich Rollen, Erwartungen und Dynamiken.

Vielleicht kannst Du beispielsweise in vielen Bereichen problemlos Nein sagen – aber nicht gegenüber Deiner Familie.

Vielleicht übernimmst Du immer wieder die Rolle der Person, die vermittelt, Verantwortung übernimmt oder dafür sorgt, dass niemand miteinander in Konflikt gerät.

Dann reicht die Frage

Warum kann ich nicht einfach Nein sagen?

manchmal nicht weit genug.

Es kann sinnvoll sein, zu betrachten:

Welche Rolle nehme ich in diesem System eigentlich ein – und was würde passieren, wenn ich sie verändere?

Systemische Arbeit kann dabei helfen, Beziehungen und Konstellationen sichtbar zu machen.

Dabei können beispielsweise Figuren, Gegenstände oder Bodenanker genutzt werden, um eine Situation räumlich darzustellen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Auch innere Prozesse lassen sich so untersuchen.

Zum Beispiel, wenn verschiedene Bedürfnisse, Bestrebungen oder innere Positionen gleichzeitig vorhanden sind.

Dabei geht es nicht darum, eine Aufstellung als objektive Wahrheit zu betrachten.

Sie zeigt vielmehr, wie Du eine Situation aktuell erlebst und welche Zusammenhänge dadurch möglicherweise deutlicher werden.

EMDR – wenn Erlebtes weiter nachwirkt

Manche Erfahrungen lassen sich sehr gut verstehen.

Und trotzdem lösen bestimmte Situationen immer wieder dieselben starken Reaktionen aus.

Dann kann EMDR ein möglicher therapeutischer Zugang sein.

EMDR setzt nicht nur beim bewussten Nachdenken über eine Erfahrung an.

In die Verarbeitung werden auch die damit verbundenen inneren Bilder, Gedanken und Bewertungen, Gefühle sowie Körperempfindungen einbezogen.

Körperempfindungen können dabei als ein Teil des aktuellen inneren Erlebens wahrgenommen und in den therapeutischen Prozess einbezogen werden.

So können auch Aspekte einer belastenden Erfahrung bearbeitet werden, die sich durch reines Verstehen oder darüber Sprechen allein nicht immer verändern.

EMDR folgt dabei einem strukturierten therapeutischen Vorgehen und wird nicht automatisch bei jedem belastenden Thema eingesetzt.

Ob die Methode für Dein Anliegen sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, worum es geht, wie stabil Du aktuell bist und was im therapeutischen Prozess gerade hilfreich ist.

NLP – innere Muster und automatische Reaktionen verstehen und verändern

Auch Methoden aus dem Neurolinguistischen Programmieren können punktuell Teil meiner Arbeit sein.

NLP beschäftigt sich unter anderem damit, wie Menschen Erfahrungen innerlich organisieren und welche wiederkehrenden Strategien oder „Programme“ dabei ablaufen.

Das kann zum Beispiel betreffen,

wie Du Dir eine Situation innerlich vorstellst,

welche Bilder oder Gedanken automatisch auftauchen,

welche Bedeutung Du einer Erfahrung gibst,

wie bestimmte Gefühle ausgelöst werden

oder welche Reaktion scheinbar ganz von selbst folgt.

Vielleicht kennst Du das:

Du weißt eigentlich, dass eine Situation heute ungefährlich ist – und reagierst trotzdem immer wieder ähnlich.

Oder Du hast Dir längst vorgenommen, anders zu handeln, merkst aber, dass im entscheidenden Moment wieder dasselbe innere Muster anspringt.

NLP bietet verschiedene Möglichkeiten, solche inneren Strategien genauer wahrzunehmen und gezielt zu verändern.

Dabei können zum Beispiel innere Bilder, sogenannte Submodalitäten, unterschiedliche Perspektiven, Reframings oder die Arbeit mit automatisierten Reaktionsabläufen genutzt werden. Auch Ressourcen können gezielt aktiviert und mit bestimmten Situationen verknüpft werden.

Je nach Anliegen kann es darum gehen,

ein bisher automatisch ablaufendes inneres Muster zunächst sichtbar zu machen, zu verstehen, wodurch es aufrechterhalten wird, und anschließend andere Reaktionsmöglichkeiten zu entwickeln.

NLP ist für mich dabei kein eigenständiges Behandlungssystem, nach dem jede Therapie abläuft, sondern ein zusätzlicher methodischer Werkzeugkasten, aus dem ich einzelne Elemente dann einsetze, wenn sie für Dein Anliegen sinnvoll sind.

Die Methode darf sich im Verlauf verändern

Vielleicht brauchst Du am Anfang vor allem Orientierung.

Später wird deutlicher, dass ein bestimmtes Verhalten Dich immer wieder in dieselbe Situation bringt.

Oder es zeigt sich, dass hinter einem aktuellen Problem ältere Erfahrungen stehen, die bis heute nachwirken.

Dann darf sich auch die therapeutische Arbeit verändern.

Wir müssen nicht zu Beginn festlegen:

Wir machen jetzt zwölf Sitzungen Methode X.

Therapie ist kein starres Programm.

Manchmal steht das Gespräch im Vordergrund.

Manchmal eine konkrete Übung.

Manchmal eine systemische Betrachtung.

Manchmal die gezielte Verarbeitung einer belastenden Erfahrung.

Entscheidend ist, dass die Methode zum jeweiligen Schritt passt – nicht dass der gesamte Prozess einer Methode folgen muss.

Zusammenarbeit heißt: zwei Perspektiven kommen zusammen

Ich bringe therapeutisches Wissen, verschiedene Methoden und Erfahrung in der Begleitung mit.

Du bringst Dein Erleben, Deine Geschichte und Dein Wissen über Dich selbst mit.

Beides ist wichtig.

Ich kann Methoden vorschlagen, Impulse geben oder bestimmte Dinge in die Arbeit einbringen.

Du musst aber nichts einfach „über Dich ergehen lassen“.

Wenn etwas für Dich nicht passt, Dich irritiert oder Du merkst, dass Du etwas anders brauchst, darfst Du das sagen.

Therapie entsteht für mich genau aus diesem Zusammenspiel:

Ich bringe die therapeutischen Werkzeuge mit – und Du Deine Erfahrungswelt.

Und gemeinsam schauen wir, was daraus hilfreich werden kann.

Therapie findet nicht losgelöst vom restlichen Leben statt

Nicht jedes Thema muss ausschließlich innerhalb einer psychotherapeutischen Sitzung bearbeitet werden.

Manchmal kann es sinnvoll sein, zusätzlich andere Fachrichtungen oder ergänzende Angebote einzubeziehen.

Das kann beispielsweise medizinische Abklärung betreffen, körperorientierte Angebote, Beratungsstellen oder andere spezialisierte Unterstützungsangebote.

Dabei geht es für mich nicht darum, Psychotherapie durch etwas anderes zu ersetzen.

Sondern darum, unterschiedliche Kompetenzen dort miteinander zu verbinden, wo sie sinnvoll ineinandergreifen können.

Wenn ein ergänzendes Angebot für Dein Anliegen interessant sein kann, können wir gemeinsam besprechen, ob und wie es in Deinen weiteren Weg passen könnte.

Meine psychotherapeutische Arbeit bleibt dabei klar von externen Angeboten getrennt.

Du musst vorher nicht wissen, welche Methode Du brauchst

Viele Menschen beschäftigen sich vor dem ersten Termin intensiv mit verschiedenen Therapieformen.

Das kann hilfreich sein.

Aber Du musst nicht vorher entscheiden:

Brauche ich EMDR?

Systemische Therapie?

Verhaltenstherapie?

Oder etwas ganz anderes?

Genau das können wir gemeinsam herausfinden.

Im kostenlosen Erstgespräch geht es zunächst darum, was Dich beschäftigt und ob meine Begleitung für Dich passend ist.

Welche therapeutischen Zugänge anschließend sinnvoll sein können, ergibt sich aus Deinem Anliegen und dem gemeinsamen Prozess.

Hinweis zur Arbeitsweise

Nicht jede therapeutische Methode ist für jedes Anliegen oder zu jedem Zeitpunkt gleichermaßen geeignet.

Welche Methoden eingesetzt werden, richtet sich deshalb nach Deiner individuellen Situation, dem therapeutischen Ziel und dem Verlauf der Begleitung.

Eine bestimmte Methode oder ein bestimmter Behandlungsverlauf kann nicht garantiert werden.

Mehr über einzelne Methoden erfahren

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie belastende oder traumatische Erfahrungen mit EMDR therapeutisch verarbeitet werden können.

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Beziehungen, Rollen und innere oder äußere Konstellationen sichtbar gemacht und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden können.