Wieder Vertrauen in Therapie finden – in Deinem Tempo und mit mehr Sicherheit
Wenn frühere Therapieerfahrungen Dich verunsichert oder belastet haben und Du Begleitung suchst, in der Deine Grenzen ernst genommen werden.
Wenn Hilfe selbst zu einer belastenden Erfahrung geworden ist
Vielleicht hast Du schon einmal Therapie, Beratung oder eine andere Form psychologischer Unterstützung erlebt.
Und vielleicht hat Dir diese Erfahrung nicht geholfen.
Vielleicht hast Du Dich nicht verstanden gefühlt.
Nicht ernst genommen.
Zu schnell gedrängt.
Mit einer Erklärung konfrontiert, die für Dich überhaupt nicht gepasst hat.
Oder Du hattest das Gefühl, Dich an die Therapie anpassen zu müssen, statt dass die Begleitung zu Dir passt.
Manchmal ist es gar kein einzelner großer Vorfall.
Es können viele kleine Situationen gewesen sein, nach denen irgendwann der Gedanke bleibt:
So möchte ich das nicht noch einmal erleben.
Und trotzdem gibt es vielleicht Themen, bei denen Du merkst:
Ganz alleine komme ich gerade nicht weiter.
Genau dieser Widerspruch kann schwierig sein.
Du möchtest Unterstützung – und gleichzeitig fällt es Dir schwer, Dich erneut darauf einzulassen.
Vielleicht war die Passung einfach nicht da
Vielleicht hast Du lange auf einen Therapieplatz gewartet.
Und als endlich einer frei war, dachtest Du:
Jetzt muss ich diese Chance nutzen.
Vielleicht war die Sympathie nicht wirklich da.
Vielleicht hast Du Dich nicht besonders gesehen gefühlt.
Vielleicht hattest Du schon früh Zweifel, aber gleichzeitig den Gedanken:
Ich habe so lange gewartet – jetzt ziehe ich das einfach durch.
Das ist nachvollziehbar.
Gerade wenn Therapieplätze knapp sind, entsteht schnell das Gefühl, man müsse froh sein, überhaupt einen Platz bekommen zu haben.
Nur:
Eine therapeutische Beziehung funktioniert nicht allein dadurch, dass ein Termin stattfindet.
Es braucht auch eine gewisse Passung.
Nicht jede Art zu arbeiten passt zu jedem Menschen.
Nicht jede therapeutische Persönlichkeit passt zu jeder Klientin oder jedem Klienten.
Manche Menschen brauchen mehr Struktur.
Andere mehr Offenheit.
Manche möchten viel verstehen.
Andere brauchen zunächst eher Sicherheit und Beziehung.
Dass eine frühere Therapie nicht gut funktioniert hat, muss deshalb nicht bedeuten:
Therapie funktioniert bei mir nicht.
Es kann genauso bedeuten:
Diese therapeutische Beziehung oder diese Arbeitsweise hat für mich nicht gepasst.
Vielleicht bist Du heute vorsichtiger geworden
Nach einer unguten Erfahrung ist Misstrauen nicht automatisch ein Problem.
Es kann auch Schutz sein.
Vielleicht möchtest Du erst genau wissen, mit wem Du es zu tun hast.
Du beobachtest sehr genau, wie jemand reagiert.
Ob Deine Grenzen respektiert werden.
Ob Du etwas ablehnen darfst.
Ob Fragen wirklich Fragen sind – oder ob die Antwort eigentlich schon feststeht.
Vielleicht fällt es Dir schwer, Dich zu öffnen.
Oder Du erzählst zunächst nur einen kleinen Teil dessen, was eigentlich los ist.
Vielleicht erwartest Du sogar schon, wieder missverstanden zu werden.
Das muss nicht bedeuten, dass Du „therapieresistent“ bist.
Es kann schlicht bedeuten, dass Vertrauen nach einer belastenden Erfahrung nicht mehr selbstverständlich ist.
Du musst keinen Vertrauensvorschuss geben. Vertrauen darf sich im gemeinsamen Prozess entwickeln.
Die therapeutische Beziehung darf Thema sein
Viele Menschen gehen mit der Vorstellung in Therapie:
Der Therapeut weiß schon, was er tut. Ich bin schließlich bei einer 'Fachperson'.
Und dann passiert etwas Entscheidendes:
Die therapeutische Beziehung selbst wird kaum besprochen.
Vielleicht weißt Du gar nicht, dass Du sagen darfst, wenn Dich etwas irritiert.
Dass Du benennen darfst, wenn Dir das Tempo zu schnell ist.
Dass Du fragen darfst, warum etwas gemacht wird.
Dass Du sagen darfst, wenn Du Dich missverstanden fühlst.
Dass Du widersprechen darfst.
Oder dass auch die Frage
Wie geht es mir eigentlich mit Dir als Therapeut?
ein legitimes Thema der Therapie sein kann.
Wenn solche Dinge nie ausgesprochen werden, entsteht leicht ein Gefälle.
Dann denkt die eine Seite vielleicht:
Wenn etwas nicht passt, wird der Therapeut das schon merken.
Und die andere Seite merkt möglicherweise gar nicht, dass etwas nicht stimmt.
So können Missverständnisse entstehen.
Rückzug.
Anpassung.
Oder das Gefühl, in Therapie nur noch „mitzumachen“, statt aktiv mitzugestalten.
Dabei ist Therapie keine Dienstleistung, bei der eine Fachperson etwas an Dir macht und Du nur hoffst, dass es funktioniert.
Du bist der wichtigste Teil des Prozesses.
Und Deine Wahrnehmung gehört mit hinein.
Vertrauen bedeutet auch, die Beziehung mitgestalten zu dürfen
Eine tragfähige therapeutische Beziehung lebt nicht davon, dass Du möglichst gut funktionierst.
Sondern davon, dass auch das Platz haben darf, was zwischen uns passiert.
Wenn Dich etwas irritiert.
Wenn Du Dich nicht verstanden fühlst.
Wenn etwas zu schnell geht.
Wenn Du bei einer Methode innerlich zumachst.
Oder wenn Du merkst:
So passt das gerade nicht für mich.
Dann darf genau das angesprochen werden.
Nicht als Störung der Therapie.
Sondern als Teil davon.
Du musst nicht alles sofort benennen können.
Aber Du darfst lernen, Deiner eigenen Wahrnehmung auch im therapeutischen Kontakt wieder mehr zu vertrauen.
Therapie braucht keinen blinden Vertrauensvorschuss
Du musst mir keinen Vertrauensvorschuss geben.
Vertrauen darf sich im gemeinsamen Prozess entwickeln.
Dadurch, dass Du merkst:
Ich darf Fragen stellen.
Ich darf Zweifel äußern.
Ich darf widersprechen.
Ich darf sagen, dass etwas für mich nicht passt.
Ich darf ein Thema heute nicht besprechen.
Ich darf meine Grenzen behalten.
Gerade wenn Vertrauen bereits verletzt wurde, kann es wichtig sein, dass diese Erfahrungen nicht einfach übergangen werden.
Und ja: Auch in Therapie können Grenzen verletzt werden
Therapie ist ein besonderer Raum.
Menschen sprechen dort über sehr persönliche Themen, zeigen Verletzlichkeit und verlassen sich auf einen professionellen Rahmen.
Gerade deshalb sind klare Grenzen wichtig.
Leider kann es auch in therapeutischen Kontexten zu Grenzverletzungen oder Übergriffen kommen.
Das kann offensichtlich sein.
Es kann aber auch subtiler anfangen.
Druck.
Manipulation.
Unangemessene Nähe.
Missachtung von Grenzen.
Ein Abhängigkeitsverhältnis, das problematisch wird.
Oder das Gefühl, dass Deine eigene Wahrnehmung immer wieder infrage gestellt wird.
Wenn Du so etwas erlebt hast, kann das Vertrauen in weitere therapeutische Beziehungen stark beschädigen.
Dann geht es nicht darum, Dir einzureden:
Jetzt musst Du einfach wieder vertrauen.
Misstrauen kann nach solchen Erfahrungen eine sehr nachvollziehbare Schutzreaktion sein.
Eine neue therapeutische Beziehung muss sich Vertrauen erst verdienen.
Nicht jede schlechte Erfahrung bedeutet schlechte Therapie
Mir ist dabei wichtig, nicht pauschal über frühere Therapeut:innen zu urteilen.
Menschen arbeiten unterschiedlich.
Therapeut:innen haben unterschiedliche Schwerpunkte, Persönlichkeiten, Methoden und Stärken.
Was für eine Person sehr hilfreich ist, kann für eine andere überhaupt nicht passen.
Manchmal war die Methode nicht passend.
Manchmal die Beziehung.
Manchmal das Tempo.
Manchmal der Zeitpunkt.
Und manchmal gab es tatsächlich problematische Grenzverletzungen.
All diese Dinge sind nicht dasselbe.
Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, statt aus einer schlechten Erfahrung den Schluss zu ziehen:
Therapie funktioniert für mich grundsätzlich nicht.
Was wir gemeinsam anschauen können
In der psychotherapeutischen Begleitung kann es zunächst darum gehen, frühere Erfahrungen einzuordnen.
Was hat damals nicht gepasst?
Was hat Dich verunsichert?
Was hat Vertrauen erschwert oder beschädigt?
Welche Grenzen wurden vielleicht nicht wahrgenommen?
Und was brauchst Du heute, damit eine Zusammenarbeit für Dich anders aussehen kann?
Vielleicht möchtest Du zunächst vorsichtig beobachten.
Vielleicht brauchst Du mehr Zeit.
Vielleicht fällt es Dir schwer, persönliche Themen anzusprechen.
Oder Du weißt selbst noch gar nicht genau, was Dir Sicherheit geben würde.
Auch das ist in Ordnung.
Wir können gemeinsam herausfinden, welche Erfahrungen Dir Sicherheit geben und welche Situationen eher Misstrauen oder Anspannung auslösen.
Was wir gemeinsam anschauen können
Je nach Deinem Anliegen kann es beispielsweise darum gehen,
frühere Therapieerfahrungen besser einzuordnen,
zu verstehen, was daran belastend oder verletzend war,
eigene Grenzen im therapeutischen Kontakt klarer wahrzunehmen,
Irritationen und Zweifel früher zu bemerken,
wieder mehr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu entwickeln,
klarer zu erkennen, welche Art von Begleitung zu Dir passt,
Sicherheit im therapeutischen Kontakt aufzubauen,
Dich einzulassen, ohne die Kontrolle vollständig abgeben zu müssen,
die therapeutische Beziehung aktiver mitzugestalten
und neue Erfahrungen mit Unterstützung zu machen.
Dabei ist nicht das Ziel, dass Du Therapie plötzlich unkritisch gegenüberstehst.
Ein gutes Ergebnis kann auch sein:
Ich kann mich einlassen und gleichzeitig bei mir bleiben.
Ein neues therapeutisches Verhältnis darf anders aussehen
Vielleicht möchtest Du nicht noch einmal erleben, übergangen, gedrängt oder nicht verstanden zu werden.
Und vielleicht brauchst Du genau deshalb keinen großen Vertrauensvorschuss zu geben.
Sondern zunächst neue Erfahrungen.
Dass Zusammenarbeit anders aussehen kann.
Dass Deine Wahrnehmung zählt.
Dass Irritationen besprochen werden dürfen.
Dass Grenzen ernst genommen werden.
Und dass Therapie nicht bedeutet, Dich selbst aus der Hand zu geben.
In einem kostenlosen Erstgespräch können wir uns kennenlernen und gemeinsam schauen, ob meine Begleitung für Dich passend ist.
Wichtiger Hinweis
Frühere belastende Therapieerfahrungen können sehr unterschiedlich sein. Deshalb schauen wir individuell darauf, was Du erlebt hast, was heute noch nachwirkt und welcher therapeutische Rahmen für Dich passend ist.
Meine Praxis bietet ambulante psychotherapeutische Begleitung und kann je nach Verfügbarkeit auch zeitnah Termine ermöglichen. Wenn Du jedoch sofortige Hilfe innerhalb von Stunden benötigst, eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht oder eine medizinisch-psychiatrische Notfallversorgung beziehungsweise ein stationärer Behandlungsrahmen erforderlich ist, ist meine Praxis dafür nicht die passende Anlaufstelle.
Vielleicht erkennst Du Dich auch hier wieder
Wenn frühere Erfahrungen Dein Vertrauen in Deine eigene Wahrnehmung oder Deinen inneren Umgang mit Dir beeinflusst haben.
Wenn es Dir schwerfällt, Grenzen wahrzunehmen, zu benennen oder im Kontakt mit anderen zu vertreten.
Wenn frühere therapeutische oder andere Beziehungserfahrungen bis heute starke Reaktionen auslösen oder nachwirken.
