Psychotherapie jetzt beginnen –
Wartezeit auf einen Therapieplatz sinnvoll nutzen
Wenn Du Unterstützung brauchst, aber auf einen Therapieplatz warten musst und schon jetzt etwas verändern, stabilisieren oder entlasten möchtest.
Wenn Du weißt, dass Du Hilfe brauchst – aber noch keinen Therapieplatz hast
Vielleicht hast Du Dich bereits entschieden, psychotherapeutische Unterstützung zu suchen.
Du hast telefoniert.
E-Mails geschrieben.
Wartelisten abgefragt.
Vielleicht hast Du sogar schon einen Platz gefunden – aber der erste Termin liegt noch Monate entfernt.
Und währenddessen geht das, was Dich belastet, weiter.
Du funktionierst irgendwie.
Versuchst durchzuhalten.
Sagst Dir vielleicht:
Ich muss eben warten.
Aber psychische Belastungen halten sich nicht unbedingt an Wartelisten.
Vielleicht merkst Du, dass Erschöpfung zunimmt.
Dass Du schlechter zur Ruhe kommst.
Dass alte Muster immer wieder greifen.
Dass Beziehungen belasteter werden.
Oder dass Du schlicht nicht noch mehrere Monate damit verbringen möchtest, nur darauf zu warten, dass irgendwann Unterstützung beginnt.
Die Wartezeit muss keine verlorene Zeit sein
Auch wenn Du bereits auf einen anderen Therapieplatz wartest, kann es sinnvoll sein, schon vorher therapeutisch zu arbeiten.
Nicht nur, um die Zeit irgendwie zu überstehen.
Sondern um bereits etwas zu verändern.
Vielleicht geht es zunächst darum, Dich zu stabilisieren.
Belastungen besser zu verstehen.
Mit starken Gefühlen anders umzugehen.
Wieder mehr Struktur oder Handlungsspielraum in Deinen Alltag zu bekommen.
Oder ein konkretes Thema bereits therapeutisch zu bearbeiten.
Du musst nicht alles aufschieben, nur weil Dein späterer Therapieplatz noch nicht begonnen hat.
Warten auf einen Therapieplatz muss nicht bedeuten, mit Deiner Belastung bis dahin allein zu bleiben.
Individuelle psychotherapeutische Begleitung im 1:1
In der Einzelbegleitung arbeiten wir nicht nach einem festen Übergangsprogramm.
Wir schauen auf Dich und das, was Dich aktuell belastet.
Das kann sehr unterschiedlich aussehen.
Vielleicht brauchst Du zunächst Entlastung und Stabilisierung.
Vielleicht möchtest Du verstehen, warum bestimmte Reaktionen immer wieder auftreten.
Vielleicht gibt es bereits ein konkretes Thema, an dem Du therapeutisch arbeiten möchtest.
Oder Du merkst, dass Du zwar noch funktionierst, Deine Belastbarkeit aber zunehmend abnimmt.
Dann können wir gemeinsam schauen:
Was ist im Moment am dringendsten?
Was lässt sich bereits verändern?
Was braucht zunächst mehr Stabilität?
Und was wäre sinnvoll, später in einer längerfristigen Therapie weiterzuführen?
Die Begleitung ist damit nicht einfach eine Art „Vorbereitung auf richtige Therapie“.
Sie ist selbst psychotherapeutische Arbeit.
Je nach Deinem Anliegen kann es beispielsweise um Überforderung, Erschöpfung, innere Unruhe, Selbstzweifel, Schwierigkeiten mit Grenzen oder Selbstbeziehung, traumatische Erfahrungen oder andere psychische Belastungen gehen.
Du musst nicht wieder bei null anfangen
Vielleicht fragst Du Dich:
Was passiert, wenn später mein regulärer Therapieplatz beginnt?
Dann muss die bisherige Arbeit nicht einfach verschwinden.
Wir können gemeinsam überlegen, wie ein sinnvoller Übergang aussehen kann.
Was wurde bereits verstanden?
Was hat sich verändert?
Welche Themen sind noch offen?
Welche Strategien oder Erkenntnisse waren hilfreich?
Und was sollte in der weiteren Therapie möglicherweise vertieft werden?
Wenn es für die Weiterbehandlung sinnvoll ist und Du das möchtest, kann der bisherige Verlauf auch entsprechend dokumentiert werden.
Das Ziel ist nicht, Dich möglichst lange an meine Praxis zu binden.
Die Begleitung soll Dir in der Zeit helfen, in der Du sie brauchst.
Vielleicht willst Du zunächst gar nicht auf eine langfristige Therapie warten
Nicht jedes Anliegen braucht automatisch eine jahrelange Behandlung.
Manchmal wird erst im Verlauf deutlich, wie viel Unterstützung tatsächlich sinnvoll ist.
Vielleicht möchtest Du zunächst einige Sitzungen nutzen, um eine konkrete Belastung besser zu verstehen oder erste Veränderungen anzustoßen.
Vielleicht merkst Du dabei:
Das reicht mir erst einmal.
Oder:
Ich möchte das tiefer bearbeiten.
Oder:
Ich möchte später mit einer anderen Therapieform weiterarbeiten.
Auch das darf sich entwickeln.
Du musst zu Beginn noch nicht wissen, wie lange Dein Weg dauern wird.
Was wir in der Einzelbegleitung bearbeiten können
Je nach Deinem Anliegen kann es beispielsweise darum gehen,
akute Belastung zu reduzieren,
wieder mehr Struktur und Orientierung zu entwickeln,
Gedanken und Gefühle besser einzuordnen,
innere Unruhe und Anspannung besser zu regulieren,
belastende Muster zu erkennen und zu verändern,
eigene Bedürfnisse und Grenzen wieder deutlicher wahrzunehmen,
Selbstzweifel oder einen sehr harten Umgang mit Dir selbst therapeutisch zu bearbeiten,
mit Überforderung oder Erschöpfung anders umzugehen,
traumatische oder belastende Erfahrungen einzuordnen und – wenn es passend ist – therapeutisch zu bearbeiten,
neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln
und wieder mehr Einfluss darauf zu gewinnen, wie Du mit Deiner aktuellen Situation umgehst.
Dabei geht es nicht nur darum, die Wartezeit „auszuhalten“.
Es geht darum, dass sich bereits während dieser Zeit etwas bewegen darf.
Stabil durch die Übergangszeit
Nicht jede Person möchte oder kann während einer längeren Wartezeit direkt eine individuelle Psychotherapie beginnen.
Deshalb gibt es zusätzlich das Online-Angebot:
Stabil durch die Übergangszeit
Dabei handelt es sich um einen strukturierten Online-Gruppenrahmen zur Stabilisierung und Selbstregulation.
Wichtig:
Das ist keine individuelle Psychotherapie in der Gruppe und keine Gruppentherapie.
Im Mittelpunkt stehen Themen, die vielen Menschen während einer psychisch belastenden Wartezeit helfen können.
Zum Beispiel:
psychische Belastungsreaktionen besser verstehen,
Zusammenhänge zwischen Stress, Gedanken, Gefühlen und Körperreaktionen kennenlernen,
Möglichkeiten zur Selbstregulation ausprobieren,
eigene Belastungsgrenzen früher wahrnehmen,
stabilisierende Routinen entwickeln,
mit Grübeln und innerer Anspannung besser umgehen,
eigene Ressourcen wieder bewusster nutzen
und den Alltag während der Wartezeit etwas tragfähiger gestalten.
Es darf dabei natürlich auch um Dein persönliches Erleben gehen.
Der Gruppenrahmen ist aber nicht dafür gedacht, einzelne persönliche Themen tiefgehend therapeutisch zu bearbeiten.
Genau darin unterscheidet sich das Angebot von der individuellen 1:1-Begleitung.
Zwei Angebote – zwei unterschiedliche Funktionen
Wenn Du eine individuelle psychotherapeutische Begleitung suchst, in der wir gezielt an Deinen persönlichen Themen arbeiten, ist die Einzelbegleitung der passende Rahmen.
Wenn Du vor allem Unterstützung dabei möchtest, stabiler durch eine Wartezeit zu kommen, psychische Zusammenhänge besser zu verstehen und konkrete Werkzeuge für Deinen Alltag kennenzulernen, kann die Onlinegruppe eine Möglichkeit sein.
Du musst selbst nicht vorher genau wissen, was besser passt.
Im kostenlosen Erstgespräch können wir gemeinsam schauen, welcher Rahmen für Deine aktuelle Situation sinnvoll ist.
Wie die Onlinegruppe organisiert ist
Stabil durch die Übergangszeit findet online in einem festen Gruppenrahmen statt.
Die Gruppe trifft sich einmal pro Woche mittwochs von 19:00 bis 20:00 Uhr.
Der Beitrag beträgt 40 € pro Monat. Ein Einstieg und Ausstieg ist grundsätzlich monatlich möglich.
Wenn Du Interesse an der Gruppe hast, buchst Du zunächst ein kostenloses Erstgespräch. Dort schauen wir gemeinsam, ob der Gruppenrahmen für Deine aktuelle Situation passend ist und klären die nächsten Schritte.
Geplanter Start: 02.12.2026
Was sich entwickeln kann
Unabhängig davon, ob Du Dich für eine individuelle Begleitung oder den Gruppenrahmen entscheidest, kann die Zeit bis zu einem späteren Therapieplatz mehr sein als bloßes Warten.
Vielleicht gelingt es Dir,
Deine Belastung besser zu verstehen,
früher zu bemerken, wenn etwas zu viel wird,
hilfreiche Strategien in Deinen Alltag zu integrieren,
Deinen eigenen Einfluss wieder stärker wahrzunehmen,
konkrete Probleme bereits zu verändern
und mit einer anderen Ausgangslage in eine spätere Therapie zu starten.
Gerade bei einer individuellen psychotherapeutischen Begleitung kann sich dabei auch herausstellen, dass bereits deutlich mehr möglich ist, als Du zunächst erwartet hast.
Entscheidend ist nicht, möglichst schnell „fertig“ zu werden – sondern die Zeit, die ohnehin vergeht, sinnvoll für Dich zu nutzen.
Du musst nicht warten, bis Unterstützung irgendwann beginnt
Vielleicht hast Du bereits einen Therapieplatz in Aussicht.
Vielleicht stehst Du auf mehreren Wartelisten.
Oder Du weißt noch gar nicht, wie Deine weitere therapeutische Versorgung aussehen wird.
Du musst diese Fragen nicht vollständig geklärt haben, bevor Du Dich meldest.
In einem kostenlosen Erstgespräch können wir schauen, was Dich aktuell beschäftigt, welche Unterstützung Du gerade brauchst und ob meine Begleitung für Dich passend ist.
Wichtiger Hinweis
Sowohl die individuelle psychotherapeutische Begleitung als auch die Onlinegruppe richten sich an Menschen, für die ein ambulanter beziehungsweise unterstützender Rahmen aktuell passend ist.
Die Begleitung kann sinnvoll sein, während Du auf einen anderen ambulanten Therapieplatz wartest.
Meine Praxis kann je nach Verfügbarkeit auch zeitnah Termine ermöglichen.
Wenn Du jedoch sofortige Hilfe innerhalb von Stunden benötigst, eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht oder eine medizinisch-psychiatrische Notfallversorgung beziehungsweise ein stationärer Behandlungsrahmen erforderlich ist, ist meine Praxis dafür nicht die passende Anlaufstelle.
Vielleicht erkennst Du Dich auch hier wieder
Wenn Du merkst, dass Anforderungen, Verantwortung und ständiger Druck zunehmend Deine Belastbarkeit überschreiten.
Wenn Du zwar noch funktionierst, aber immer weniger Kraft für Deinen Alltag und das Leben neben Deinen Pflichten übrig bleibt.
Wenn Gedanken kreisen, Du kaum abschalten kannst und selbst in Ruhephasen keine wirkliche Erholung eintritt.
