Selbstbeziehung stärken – Selbstwert, Selbstakzeptanz und innere Sicherheit entwickeln
Der Weg zu Dir selbst.
Mit einem Menschen verbringst Du Dein ganzes Leben: mit Dir selbst
Wir investieren viel Zeit und Energie in Beziehungen.
In Partnerschaften.
Freundschaften.
Familie.
Kolleg:innen.
Und gleichzeitig gibt es eine Beziehung, die Dich durch Dein gesamtes Leben begleitet:
die Beziehung zu Dir selbst.
Wie sprichst Du mit Dir?
Wie gehst Du mit Dir um, wenn etwas nicht gelingt?
Kannst Du Deine Bedürfnisse wahrnehmen?
Nimmst Du Dich ernst?
Kannst Du auf Deiner eigenen Seite bleiben – oder kämpfst Du innerlich häufig gegen Dich selbst?
Selbstbeziehung bedeutet nicht, dass immer alles harmonisch sein muss.
Aber es macht einen Unterschied, ob Du Dir selbst grundsätzlich mit Interesse und Respekt begegnest oder ob Dein innerer Umgang von Kritik, Abwertung, Misstrauen oder ständigem Funktionieren geprägt ist.
Wie sprichst Du eigentlich mit Dir?
Vielleicht kennst Du Gedanken wie:
Das hätte ich besser machen müssen.
Warum bekomme ich das nicht hin?
Andere schaffen das doch auch.
Ich bin zu empfindlich.
Ich darf mich jetzt nicht so anstellen.
Manchmal ist diese innere Stimme so vertraut, dass sie gar nicht mehr auffällt.
Sie wirkt dann weniger wie eine Meinung über Dich und mehr wie eine Tatsache.
Vielleicht würdest Du mit einem Menschen, der Dir wichtig ist, niemals so sprechen.
Mit Dir selbst tust Du es trotzdem.
Dann kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen:
Woher kenne ich diesen Umgang mit mir?
Und:
Möchte ich diese Beziehung zu mir weiterhin so führen?
Eine schwierige Beziehung zu Dir selbst bleibt dabei selten nur in Deinen Gedanken.
Sie kann ganz konkrete Situationen schwieriger machen.
Vielleicht macht Dir jemand ein ehrliches Kompliment – und statt Dich darüber freuen zu können, weißt Du nicht, was Du antworten sollst. Du spielst es herunter, widersprichst oder wechselst schnell das Thema.
Vielleicht merkst Du sogar, dass sich die andere Person dadurch zurückgewiesen fühlt, obwohl Du das überhaupt nicht möchtest.
Vielleicht machst Du einen Fehler und die Sache ist eigentlich längst vorbei – aber in Deinem Kopf noch lange nicht.
Du gehst die Situation immer wieder durch.
Fragst Dich, warum Du das nicht besser gemacht hast.
Ärgerst Dich über Dich selbst.
Und verwendest noch Stunden oder Tage Energie auf etwas, das Du bei einem anderen Menschen wahrscheinlich längst abgehakt hättest.
Vielleicht zweifelst Du auch so häufig an Deiner eigenen Wahrnehmung, dass Du in Konflikten irgendwann gar nicht mehr weißt:
War das gerade wirklich nicht in Ordnung – oder stelle ich mich einfach an?
Dann wird es schwierig, für Dich einzustehen.
Vielleicht bleibst Du länger in Situationen, die Dir nicht guttun, entschuldigst Verhalten anderer oder suchst den Fehler zuerst bei Dir selbst.
Und vielleicht stellst Du Deine Bedürfnisse so selbstverständlich zurück, dass Du erst merkst, was Dir fehlt, wenn Du längst erschöpft, enttäuscht oder unzufrieden bist.
Das kostet Zeit, Energie, Leichtigkeit und manchmal auch Nähe zu anderen Menschen.
Genau deshalb geht es bei Selbstbeziehung nicht nur darum, „netter zu Dir selbst“ zu sein. Es geht darum, ob die Art, wie Du mit Dir umgehst, Dir im eigenen Leben immer wieder im Weg steht.
Manchmal ist es viel leiser
Eine schwierige Selbstbeziehung zeigt sich nicht immer durch offene Selbstkritik.
Manchmal besteht sie eher darin, dass Du Dich selbst kaum noch wahrnimmst.
Du weißt, was andere brauchen.
Du kennst Deine Aufgaben.
Du funktionierst.
Aber wenn Dich jemand fragt:
Was brauchst eigentlich Du? Ist die Antwort plötzlich gar nicht so einfach.
Vielleicht merkst Du Deine Grenzen erst, wenn Du längst darüber gegangen bist.
Vielleicht weißt Du sehr genau, was vernünftig wäre – aber kaum noch, was sich für Dich stimmig anfühlt.
Oder Du hast Dich daran gewöhnt, Deine eigenen Bedürfnisse erst dann wichtig zu nehmen, wenn alles andere erledigt ist.
Auch das gehört zur Beziehung zu Dir selbst.
Unsere Beziehung zu uns selbst entsteht nicht im luftleeren Raum
Wie wir heute mit uns umgehen, entwickelt sich nicht unabhängig von unseren Erfahrungen.
Wir lernen früh, wie mit Bedürfnissen, Gefühlen, Fehlern oder Leistung umgegangen wird.
Wir hören Sätze.
Erleben Reaktionen.
Ziehen daraus Schlüsse.
Und manches davon wird irgendwann Teil unseres eigenen inneren Umgangs.
Vielleicht hast Du gelernt, dass Anerkennung stark an Leistung gebunden ist.
Dass Bedürfnisse zu viel sein können.
Dass Gefühle besser nicht gezeigt werden.
Oder dass es wichtiger ist, Erwartungen zu erfüllen, als auf Dich selbst zu hören.
Dabei geht es nicht darum, rückwirkend Schuld zu verteilen.
Interessanter ist:
Was davon wirkt heute noch in Deiner Beziehung zu Dir selbst – und was möchtest Du davon behalten oder verändern?
Deine Selbstbeziehung ist nicht festgeschrieben
Vielleicht begleitet Dich bestimmte Selbstkritik schon sehr lange.
Vielleicht denkst Du:
So bin ich eben.
Aber die Beziehung zu Dir selbst ist kein unveränderlicher Charakterzug.
Sie kann sich entwickeln.
Du kannst lernen, Dich genauer wahrzunehmen.
Deine Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Eigene Grenzen früher zu bemerken.
Dir selbst mehr zu vertrauen.
Und auch mit Seiten von Dir in Kontakt zu kommen, die Du bisher vielleicht eher abgelehnt oder zurückgedrängt hast.
Das bedeutet nicht, alles an Dir großartig finden zu müssen.
Es bedeutet vielmehr, Dich selbst nicht ständig zu Deinem Gegner zu machen.
Die Beziehung, die Dich Dein ganzes Leben begleitet, ist die zu Dir selbst.
Selbstliebe ist mehr als „nett zu Dir sein“
Selbstliebe wird manchmal auf kleine Gesten reduziert.
Ein Bad nehmen.
Sich etwas gönnen.
Eine Pause machen.
Das kann schön sein.
Aber Selbstliebe geht für mich tiefer.
Sie kann auch eine bewusste Entscheidung bedeuten:
Ich stelle mich auf meine eigene Seite.
Auch wenn ich Fehler mache.
Auch wenn ich unsicher bin.
Auch wenn andere meine Entscheidungen nicht verstehen.
Auch wenn es unangenehm wird.
Selbstliebe bedeutet nicht, dass Du Dir alles schönredest.
Und sie bedeutet auch nicht, dass Du Dich nicht weiterentwickeln möchtest.
Eine gute Beziehung zu Dir selbst kann gerade bedeuten, ehrlich hinzuschauen.
Zu erkennen, wo Du Dir selbst schadest.
Verantwortung für Dein Verhalten zu übernehmen.
Und gleichzeitig nicht Deinen eigenen Wert davon abhängig zu machen, ob gerade alles gelingt.
Selbstbeziehung bedeutet auch, Dich kennenlernen zu wollen
Eine gute Beziehung lebt davon, dass wir den anderen kennenlernen.
Was ist ihr wichtig?
Was braucht er?
Was verletzt sie?
Was gibt ihm Kraft?
Bei der Beziehung zu Dir selbst ist das nicht anders.
Vielleicht geht es deshalb gar nicht zuerst darum, Dich sofort mehr zu lieben.
Sondern darum, Dich wieder neugieriger kennenzulernen.
Was brauche ich eigentlich?
Was tut mir gut?
Was macht mir Angst?
Welche Werte sind wirklich meine?
Wo passe ich mich an?
Wo vertraue ich meiner eigenen Wahrnehmung noch nicht?
Je besser Du Dich kennst, desto eher kannst Du Entscheidungen treffen, die auch wirklich zu Dir passen.
Was wir gemeinsam anschauen können
Je nach Deinem Anliegen kann es zum Beispiel darum gehen,
Deinen inneren Umgang mit Dir bewusster wahrzunehmen,
starke Selbstkritik und abwertende innere Stimmen besser zu verstehen,
Deinen Selbstwert weniger von Leistung oder Anerkennung abhängig zu machen,
eigene Bedürfnisse und Grenzen klarer zu spüren,
mehr Vertrauen in Deine Wahrnehmung und Entscheidungen zu entwickeln,
mit Fehlern und Unsicherheit anders umzugehen,
alte Vorstellungen darüber zu überprüfen, wie Du „sein musst“,
Selbstfürsorge nicht erst dann wichtig zu nehmen, wenn gar nichts mehr geht
und die Beziehung zu Dir aktiv so zu gestalten, wie Du sie führen möchtest.
Dabei geht es nicht darum, Dir eine bestimmte Haltung zu Dir selbst einzureden.
Wir schauen gemeinsam, wie Deine Beziehung zu Dir heute aussieht und was Du daran verändern möchtest.
Was sich entwickeln kann
Eine stärkere Selbstbeziehung kann sich sehr unterschiedlich zeigen.
Vielleicht bemerkst Du früher, was Dir zu viel wird.
Du kannst klarer Nein sagen.
Du vertraust Deinen Entscheidungen stärker.
Ein Fehler löst nicht mehr sofort eine innere Abwertung aus.
Du vergleichst Dich weniger ständig mit anderen.
Oder Du spürst überhaupt wieder deutlicher:
Das bin ich. Das möchte ich. Das brauche ich.
Nicht als perfekter Endzustand.
Sondern als eine Beziehung zu Dir selbst, in der Du Dich zunehmend sicherer bewegen kannst.
Vielleicht beginnt es mit einer einfachen Frage
Du musst Dich nicht erst vollständig verstehen oder akzeptieren, bevor sich etwas verändern kann.
Vielleicht beginnt der Prozess einfach mit der Frage:
Wie möchte ich eigentlich mit mir selbst umgehen?
In einem kostenlosen Erstgespräch können wir schauen, was Dich aktuell beschäftigt und ob meine Begleitung für Dich passend ist.
Wichtiger Hinweis
Themen rund um Selbstwert, Selbstakzeptanz, starke Selbstkritik oder einen erschwerten Zugang zu den eigenen Bedürfnissen können in sehr unterschiedlichen psychischen Zusammenhängen auftreten. Deshalb schauen wir individuell darauf, was bei Dir tatsächlich dahintersteht.
Meine Praxis bietet ambulante psychotherapeutische Begleitung und kann je nach Verfügbarkeit auch zeitnah Termine ermöglichen. Wenn Du jedoch sofortige Hilfe innerhalb von Stunden benötigst, eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht oder eine medizinisch-psychiatrische Notfallversorgung beziehungsweise ein stationärer Behandlungsrahmen erforderlich ist, ist meine Praxis dafür nicht die passende Anlaufstelle.
Vielleicht erkennst Du Dich auch hier wieder
Wenn Du Dich selbst häufig zurückstellst oder erst spät bemerkst, was Du eigentlich brauchst.
Wenn Zweifel an Dir selbst und Deinen Fähigkeiten besonders viel Raum einnehmen.
Wenn Du Dich selbst besser verstehen und wieder klarer wahrnehmen möchtest, was für Dich stimmig ist.
